Druckguss aus Aluminium, Zink und Magnesium

Wir gießen Gehäuse, Deckel, Kühlkörper, Halterungen und Laufräder aus Aluminium-, Zink- und Magnesiumlegierungen. Genauigkeit ±0,1–0,3 mm, Wandstärke ab 0,5 mm. Wir entwerfen und bauen die Druckgießform selbst, das Gussteil bringen wir bis zur montagefertigen Komponente: mechanische Bearbeitung, Wärmebehandlung, Beschichtung.

Geöffnete Druckgießform mit Aluminium-Gussgehäusen
Technologie

Verfahren des Druckgusses

Die Schmelze füllt unter hohem Druck die stählerne Druckgießform und erstarrt in wenigen Sekunden. So entstehen präzise, dünnwandige Teile in großen Stückzahlen. Das Verfahren wählen wir nach Legierung und Seriengröße.

Aluminium-Kaltkammer-Druckgussteile: Filterkopf und Gewindeblöcke

Kaltkammer-Druckguss

Aluminium- und Magnesiumlegierungen mit hohem Schmelzpunkt
Höherer Pressdruck, daher dichteres Gefüge und geringere Porosität
Gehäuse, Halterungen, Kühlkörper, Getriebeteile
Kleinteile aus Zinklegierung im Warmkammer-Druckguss

Warmkammer-Druckguss

Zink- und andere niedrigschmelzende Legierungen
Kürzester Zyklus, deshalb große Serien kleiner und mittlerer Teile
Beschläge, Deckel, Gerätegehäuse, Elektrokomponenten
Hochdruckguss (HPDC) – das Standardverfahren für dünnwandige Gehäuse: die Schmelze füllt die Form in Sekundenbruchteilen
Vakuumdruckguss – die Luft wird vor dem Einspritzen aus dem Formhohlraum abgesaugt, kaum noch Gasporosität
Mehrschieberformen – Teile mit Hinterschneidungen entstehen in einem Zyklus, ein Zusammenbau aus Einzelteilen entfällt
Werkstoffe

Legierungen und Produktprogramm

Die Legierung wählen wir nach den Einsatzbedingungen: mal zählt das Gewicht, mal die Wärmeableitung, mal die Korrosionsbeständigkeit. Wir arbeiten nach Zeichnung oder 3D-Modell – von der Musterserie bis zur Großserie.

Aluminiumlegierungen – ADC12, A380 und Äquivalente: geringes Gewicht bei guter Festigkeit, korrosionsbeständig
Zinklegierungen – dünnwandig mit sauberer Oberfläche, hohe Wärme- und elektrische Leitfähigkeit
Magnesiumlegierungen – AZ91D, bestes Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht
Typische Teile – Getriebe- und Elektronikgehäuse, Kühlkörper, Laufräder, Scheiben, Halterungen, Deckel
Genauigkeit – ±0,1–0,3 mm, Rauheit Ra 1,6–6,3 µm
Wandstärke – mindestens 0,5 mm bei Zink und 1–1,5 mm bei Aluminium, Zykluszeit 30 s bis 2 min
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Kompletter Prozess

Druckgießformen, Bearbeitung und Beschichtung

Wir entwerfen und bauen die Druckgießform selbst und stehen deshalb schon ab der ersten Charge für die Gussgeometrie ein. Danach folgen Entgraten, mechanische Bearbeitung und die Endbearbeitung nach Zeichnung.

Druckgießformen – Konstruktion in CAD/CAM, Werkzeugstähle H13 / P20, CNC-Bearbeitung, Kühlkanäle und Auswerfersystem
Entgraten und Reinigen – Entfernen von Grat und Anguss
CNC-Bearbeitung – Passflächen, Gewinde und Präzisionsbohrungen
Wärmebehandlung – T6 erhöht die Festigkeit von Aluminiumgussteilen
Beschichtungen – Eloxieren, Pulverbeschichtung, Lackieren, Galvanisieren
Montage – Einpressen von Einsätzen, Anbringen von Befestigungselementen
Kontrolle – Geometrie am KMG, Rauheit, Legierungszusammensetzung; Röntgenprüfung auf innere Fehler auf Anfrage
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Warum Druckguss

Vorteile des Druckgusses

Die Form liefert fast die fertige Geometrie, auf die Maschine kommt das Teil nur für wenige kritische Maße. Für Serienteile komplexer Form aus Leichtmetalllegierungen ist das in der Regel der günstigste Weg. Einsatzgebiete: Fahrzeugkomponenten, Gehäuse für Elektronik und Elektrotechnik, Kühlkörper, Industrieausrüstung, Gerätebau, Beschläge.

01Genauigkeit und Wiederholgenauigkeit

Die Maße gibt die Stahlform vor, deshalb stimmen Teile aus verschiedenen Losen überein. Toleranzen bis ±0,1 mm.

02Komplexe Geometrie

Rippen, Dome und Innenhohlräume entstehen in einem Guss. Schweißen oder Zusammenbauen aus Einzelteilen entfällt.

03Produktivität

Zykluszeit ab 30 Sekunden. Eine Mehrfachform liefert mehrere Gussteile pro Schuss.

04Wirtschaftlichkeit in Serie

Die Form amortisiert sich über die Serie: je größer das Los, desto günstiger das Teil. Angüsse gehen zurück in die Schmelze.

05Materialeigenschaften

Ein Aluminiumteil wiegt etwa ein Drittel eines Stahlteils und leitet Wärme gut ab.

06Minimale mechanische Nachbearbeitung

Die Gussoberfläche braucht meist keine Bearbeitung und geht direkt in die Lackierung.

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